Storchschnabel-Bläuling (Eumedonia eumedon)


Beschreibung
  • beide Geschlechter haben braune Flügeloberseite
  • kennzeichnend ist ein meist deutlich ausgebildeter hellbeiger Streif in Form eines Nagels auf der graubraunen Unterseite der Hinterflügel


Eier am Griffel des Sumpf-Storchschnabels

Biologie, Vermehrung und Phänologie
  • Eiablage erfolgt im Unterallgäu in der Regel am Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)
  • Eier werden an die Griffel der Blüte abgelegt
  • besonnt stehende Pflanzen werden bevorzugt
  • Sumpf-Storchschnabel wird auch als Saugpflanze bevorzugt
  • geringe Mobilität und Abwanderung, Flugstrecke maximal 500 m
Lebensraum
  • feuchte Standorte mit Mädesüß-Hochstaudenfluren oder Nasswiesenbrachen bilden den Lebensraum im Voralpenland
  • besiedelt vor allem gut besonnte Versaumungsstadien und Brachen
  • in Feuchtgebieten gern entlang von Gräben oder Bachläufen
Schutzstatus
  • Rote Liste Bayern 2 (stark gefährdet)
  • besonders geschützt nach § 44 BNatSchG
Gefährdungsfaktoren
  • Aufforstung von Frisch-, Feucht- und Nasswiesen
  • Beschattung kleinflächiger Lebensräume durch benachbarte Gehölzbestände
  • vollständige Mahd von Gräben oder Säumen, Grabenräumungen und Entwässerungen
  • jährliche Mahd, was zu einer verringerten Wirtspflanzendichte führen kann
  • Sukzession (Verbuschung)
  • Nutzungsaufgabe
Schutzmaßnahmen
  • Mahd im Herbst bzw. Winter in mehrjährigen Abständen auf wechselnden Teilflächen