Arche Noah Unterallgäu

Herzlich Willkommen beim Biodiversitätsprojekt „Arche Noah Unterallgäu“


Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung dramatischer Bestandsrückgänge einzelner Tier- und Pflanzenarten, wovon im Landkreis Unterallgäu auch einst relativ weitverbreitete Arten betroffen sind. Dies führt häufig zu starker Verinselung der letzten Bestände. Durch den Verlust von isolierten Vorkommen wird die regionale bzw. lokale Lebensvielfalt verringert. Mit dem Projekt soll exemplarisch gezeigt werden, dass eine Sicherung der biologischen Vielfalt möglich ist, wenn der Fokus auf die betroffenen Arten gelegt wird. Denn von Maßnahmen profitieren auch viele andere Arten.
Schutz in der Arche finden 14 im Landkreis Unterallgäu hochgradig bedrohte Heuschrecken- und Tagfalterarten, der Kammmolch, die Vogel-Azurjungfer sowie der Kriechende Sellerie. Grundlage für deren Auswahl sind die Ergebnisse der Naturschutzfachkartierung im Landkreis Unterallgäu von 2018. Hier geht’s zu den Zielarten.

Projektziele sind die Sicherung, Vergrößerung und Vernetzung der Populationen. Durch geeignete Maßnahmen wie Mahd von Feuchtwiesen oder Entlandung von Tümpeln können die Lebensräume der Zielarten optimiert werden. Mittels Bestandserfassungen wird der Erfolg der Maßnahmen gemessen, aber auch geeignete Lebensräume sowie aktuelle und historische Vorkommensgebiete nach den Zielarten abgesucht. Ferner stehen Projektmittel für Grundstücksankäufe bereit, um Flächen langfristig für den Naturschutz zu sichern. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung werden Kenntnisse der naturschutzfachlichen Bedeutung der Zielarten verbreitet sowie das Problembewusstsein innerhalb der Bevölkerung geschärft. Schließlich wird zur langfristigen Sicherung der Projektziele ein Lebensraum-Betreuernetz etabliert und weiterentwickelt. Hier finden Sie nähere Infos zu den Aufgaben des Projekts.

Seit April 2020 wird das Projekt unter der Trägerschaft von Landschaftspflegeverband Unterallgäu e.V., Bund Naturschutz Bayern e.V. und Landesbund für Vogelschutz e.V. zunächst bis Ende 2023 größtenteils durch den Bayerischen Naturschutzfond gefördert, ferner durch die Projektträger sowie den Landkreis Unterallgäu. Projektmanager sind Stefanie Gansbühler (gansbuehler(a)lpv-unterallgaeu.de) und Dr. Michael Schneider (schneider(a)lpv-unterallgaeu.de).